Schlagwort: Humor

Durchgelesen – „Unsere Frau in Pjöngjang“ v. Jean Echenoz

Was wäre die Literatur ohne Humor, Witz und Ironie? Natürlich sollte dies alles raffiniert und kreativ literarisch umgesetzt werden. Somit überrascht es nicht, dass dies Jean Echenoz mit seinem aktuell in Deutschland erschienen Roman „Unsere Frau in Pjöngjang“ sehr gut gelungen ist. Jean Echenoz, geboren 1947, gehört zu den wichtigsten französischen Schriftstellern. Er hat in verschiedenen…

Durchgeblättert – „Das Problem mit den Frauen“ v. Jacky Fleming

Frauen sind ein Problem und machen Probleme, nicht nur in den unterschiedlichen zwischenmenschlichen Beziehungen. Bereits in der Geschichtsschreibung liegt das Problem mit den Frauen, somit ist es nicht verwunderlich, sondern höchste Zeit, dieses zeitlose Problem zu nennen. Jacky Fleming nimmt sich diesem « Problem » an und weiss wovon sie spricht und zeichnet. Geboren 1955 in London…

Durchgeblättert – „THE PARISIANER“ v. La Lettre P

Wer kennt nicht die wunderbar wirkungsvollen und künstlerisch nachhaltig faszinierenden Titelblätter der bekannten Nachrichten-, Kultur- und Literaturzeitschrift „THE NEW YORKER“. Viele Künstler, beispielsweise auch Jean-Jacques Sempé, haben sich da nicht nur verewigt, sie haben mit ihrer Illustration auch ein Statement geschaffen, was New York und die USA betrifft. Wie schade ist es doch, dass kein Pendant…

Durchgelesen – „Roman in Fragen“ v. Padgett Powell

Ist ein Roman ein Roman, wenn er nur aus Fragen besteht ? Stört es uns als Leser, wenn wir keinen Helden vorfinden und eine konkrete Handlung fehlt? Können wir uns überhaupt nur auf Fragesätze konzentrieren ? Wo bleiben eigentlich die Antworten dazu? Sind Sie, als Leser, bereit für weitere Fragen ? Ja ! Dann sollten Sie sich schnellstens dieses Buch…

Durchgeblättert – „Alte Meister“ nach Thomas Bernhard v. Nicolas Mahler

Erinnern Sie sich noch an den Musikphilosophen Reger, an seinen Freund Atzbacher und an den Museumswärter Irrsigler ? Es handelt sich hier um die drei Hauptprotagonisten aus der bitterbösen Prosa-Komödie « Alte Meister » von Thomas Bernhard, die 1985 erstmals veröffentlicht wurde. Ein Werk, besser eine Kritikschrift, die sich mit den kulturellen « Schönheiten » unserer…

Durchgelesen – „Die besten Wochen meines Lebens…“ v. Martin Page

« Die besten Wochen meines Lebens begannen damit, dass eine Frau mich verliess, die ich gar nicht kannte. » so lautet der vollständige Titel der deutschen Übersetzung dieses äusserst poetischen und originellen Romans. Aber den eigentlichen literarischen Schlüssel dieser feinen Liebeskomödie findet man leider nur im französischen Titel « Peut-être une histoire d’amour ». Das « peut-être » (vielleicht, oder kann…

Durchgelesen – „Schweine züchten in Nazareth“ v. Amanda Sthers

Kann man vor seinen Gefühlen fliehen? Ist es eine Alternative, Schweine in Israel zu züchten, statt sein Leben als erfolgreicher Kardiologe in Paris zu verbringen ? Dürfen Ehefrauen keine Nervensägen sein und müssen Kinder immer so werden, wie es die Eltern wollen ? So viele Fragen, doch dazu gibt es nur eine Antwort : Lesen Sie « Schweine züchten…

Durchgelesen – „Acht Wochen verrückt“ v. Eva Lohmann

Sind wir nicht alle ein wenig verrückt? Oder wissen wir nur nicht, ob wir verrückt sind? Denn was heisst eigentlich normal sein? Ist normal wirklich das Gegenteil von verrückt? Es gäbe noch Tausende von ähnlichen Fragen, die sich jeder sicherlich schon einmal in seinem Leben gestellt hat. Doch was passiert, wenn man spürt, dass wirklich…

Durchgelesen – „Wir werden zusammen alt“ v. Camille de Peretti

Lassen Sie uns ganz unvoreingenommen hinter die Türen eines Altersheimes blicken, und Sie werden feststellen, dass das Alter weder einfach, noch kompliziert ist und weder langweilig, noch kurzweilig sein muss. Eines ist jedoch wahr, dass alt werden und alt sein mit Glück und Geheimnis verbunden sind. Umso faszinierender ist es für uns Leser – dank…

Durchgelesen – „Die Silikonliebhaber“ v. Javier Tomeo

„Die Silikonliebhaber“ könnte im ersten Augenblick vielleicht ein erotischer, fast schon ein „pornographischer Groschenroman“ sein. Doch hinter diesem kurzen Roman (gerade mal 140 Seiten) steckt eine eher hintergründige, scheinbar etwas schamlose, aber nicht weniger intellektuelle literarische Satire, die den Leser mit dem Thema – Sexualität – offen konfrontiert. Javier Tomeo, geboren 1932, studierte Jura und…