Kategorie: Frankreich

Durchgelesen – „Unsere Frau in Pjöngjang“ v. Jean Echenoz

Was wäre die Literatur ohne Humor, Witz und Ironie? Natürlich sollte dies alles raffiniert und kreativ literarisch umgesetzt werden. Somit überrascht es nicht, dass dies Jean Echenoz mit seinem aktuell in Deutschland erschienen Roman „Unsere Frau in Pjöngjang“ sehr gut gelungen ist. Jean Echenoz, geboren 1947, gehört zu den wichtigsten französischen Schriftstellern. Er hat in verschiedenen…

Durchgelesen – „Deutschland à la française“ v. Pascale Hugues

Wie französisch ist Deutschland? Eine interessante Frage, die man sich, sei es als frankophiler Deutscher, oder deutschliebender Franzose vielleicht stellen sollte. Pascale Hugues, geboren in Straβburg, arbeitet seit 1989 als Korrespondentin in Deutschland zuerst für die französische Zeitung „Libération“ und aktuell für das französische Magazin „Le Point“. Gleichzeitig schreibt sie die sehr bekannte Kolumne „Mon…

Durchgelesen – „Der Eiffelturm“ v. Roland Barthes

Warum sollte man ausgerechnet ein Essay über den Eiffelturm lesen ? Genügt es denn nicht, sich an den Bildern von dieser Sehenswürdigkeit zu erfreuen oder den Turm direkt in Paris selbst zu entdecken ? Der Eiffelturm – das Wahrzeichen der Stadt – international bekannt, beliebt und gerne besucht – steht im vornehmen 7. Arrondissement in…

Durchgelesen – „Riviera Express“ v. Gaëlle Josse

Wie elegant hat uns bereits Marcel Proust mit seinem Zitat « Die wahre Entdeckungsreise besteht nicht darin, neue Landschaften zu suchen, sondern mit anderen Augen zu sehen » auf die eigentliche Bedeutung einer Reise aufmerksam gemacht. Doch nicht weniger charmant und poetisch dürfen wir mit dem gerade aktuell erschienenen Roman « Riviera Express » von…

Durchgelesen – „Die Kunst des Wartens“ v. Catherine Charrier

Das „Warten“ kann so viele Bedeutungen haben, dass man nicht immer genau sagen kann, ob das „Warten“ nun eher positive oder negative Dinge vermittelt. Wer wartet schon gerne auf etwas und empfindet dabei ein eher wohliges und vielleicht sogar meditatives Gefühl. Selten wird dies eintreffen, aber es ist durchaus möglich. Doch wenn wir nicht nur…

Durchgelesen – „Hôtel du Nord“ v. Eugène Dabit

Hotels sind heute und waren damals nicht nur gute, exklusive und schicke Übernachtungsmöglichkeiten, um eine andere Stadt zu erkunden oder sich zu erholen. Hotels können und konnten vor allem Anfang des 20. Jahrhunderts den Menschen, eine Art Ersatz-Zuhause bieten und wurden als so genannte Wohn-Hotels genutzt. Und genau von so einem Hotel und deren Bewohnern…

Durchgelesen – „Liebe mit zwei Unbekannten“ v. Antoine Laurain

Für viele Männer werden die Geheimnisse von Frauen im Bezug auf ihre Handtasche immer unauflösbar sein und bleiben. Doch es gibt glücklicherweise Ausnahmen und besondere Momente, wo der Inhalt einer Handtasche bei der Suche nach einer unbekannten Frau eine wahrlich tragende Rolle übernimmt. Ja, und das alles verknüpft mit dem Charme eines Pariser Buchhändlers könnte…

Durchgelesen – „Unterwerfung“ v. Michel Houellebecq

Natürlich ist dieser Roman seit geraumer Zeit in aller Munde. Es gibt zahlreiche und vor allem unterschiedlichste Reaktionen in den Medien. Inzwischen ist der Roman nicht nur in Frankreich, sondern auch in Deutschland zum sogenannten Bestseller aufgestiegen. Doch wie das Wort schon sagt, ist der Bestseller mit Betonung auf „Seller“, das meist verkaufte und nicht…

Durchgelesen – „Die zehn Kinder, die Frau Ming nie hatte“ v. Eric-Emmanuel Schmitt

Der Umgang mit der Wahrheit ist nicht immer ganz einfach. Bereits in jungen Jahren lernen wir oft ehrlich zu sein und die Wahrheit zu sagen. Doch ist das hilfreich im Leben, bringt uns diese Wahrheit wirklich weiter, oder wäre nicht manchmal ein wenig Unwahrheit besser? Emile M. Cioran bringt es in seinem Zitat auf den…

Durchgeblättert – „Wo Frauen ihre Bücher schreiben“ v. Tania Schlie

Schreiben und Glück gehört irgendwie zusammen. Bereits Jean Paul konnte dies mit seinem wunderbaren Zitat – „Solange ein Mensch ein Buch schreibt, kann er nicht unglücklich sein“ – perfekt bestätigen. Doch wo schreiben eigentlich Menschen und insbesondere Frauen ihre Bücher? Eine nicht ganz unwichtige Frage, die sich dank der enthusiastischen Recherche und dem guten Gespür…

Durchgeblättert – „THE PARISIANER“ v. La Lettre P

Wer kennt nicht die wunderbar wirkungsvollen und künstlerisch nachhaltig faszinierenden Titelblätter der bekannten Nachrichten-, Kultur- und Literaturzeitschrift „THE NEW YORKER“. Viele Künstler, beispielsweise auch Jean-Jacques Sempé, haben sich da nicht nur verewigt, sie haben mit ihrer Illustration auch ein Statement geschaffen, was New York und die USA betrifft. Wie schade ist es doch, dass kein Pendant…

Durchgelesen – „Ein Liebesabenteuer“ v. Alexandre Dumas

In der Literatur gibt es hin und wieder so wunderbare Überraschungen, die man nicht für möglich halten würde. Und genau so eine literarische Überraschung ist die Entdeckung eines Werkes von Alexandre Dumas, das wir mit grosser Erwartung nun nach sage und schreibe über 150 Jahren zum ersten Mal in deutscher Sprache in den Händen halten…

Durchgelesen – „Der Fall Sneijder“ v. Jean-Paul Dubois

Wie tief kann man als Mensch fallen? Fällt man nur im übertragenen Sinne oder fällt man ganz real, quasi körperlich spürbar? Und wenn man diesen Fall zumindest physisch überlebt, aber alles andere um sich herum einstürzt – was passiert dann? Jean-Paul Dubois widmet sich mit seinem gerade in Deutschland aktuell erschienen Roman diesen Fragen und…

Durchgelesen – „Die Gierigen“ v. Karine Tuil

Falsche Identität, besessene Liebe, soziale Macht, kompromissloser Erfolg, exzessive Leidenschaft und krankhafter Ehrgeiz bilden neben vielen anderen Themen das Zentrum in diesem herausragenden und äusserst imposanten Gesellschaftsroman von Karine Tuil, der durch seinen Originaltitel „L’invention de nos vies“ (frei übersetzt „Die Erfindung unserer Leben“) den Blick auf die Lebens-Findung bzw. Erfindung noch mehr lenkt, als…

Durchgelesen – „Ein Freund des Hauses“ v. Yves Ravey

Wie oft können festgefahrene und stark verankerte Vorurteile die klare Sicht auf die eigentlichen Probleme verdecken. Yves Ravey zeigt mit seinem aktuell erschienen Roman „Ein Freund des Hauses“ auf beeindruckend transparente und komprimiert puristische Weise, wie schnell doch diese vorurteilbelastete Blindheit erst die wirkliche Gefahr entstehen lassen kann. Yves Ravey, geboren 1953 in Besançon, ist…

Durchgelesen – „Das Glück, wie es hätte sein können“ v. Véronique Olmi

Wissen wir wirklich, wie sich Glück anfühlt? Vielleicht sehen wir unser Glück gar nicht, oder können es nicht sehen, weil wir in unserem Innersten so eingesperrt sind und gar nicht fähig sind, Glücksgefühle überhaupt zu verspüren. Doch grundsätzlich sollten wir Glück erfahren können und dürfen, obwohl das Leben natürlich auch aus Problemen, Verletzungen und Enttäuschungen,…