Bücher

Durchgelesen – „Das Papierhaus“ v. Carlos Maria Dominguez

Bücher haben Macht! Sie können das Leben bestimmen, verändern und massgeblich beeinflussen, selbst dann, wenn wir es als Leser gar nicht bewusst zulassen wollen. Und genau über diese doch eher unterschätzten „Charakterzüge“ des Buches berichtet uns Carlos Maria Dominguez in seiner Erzählung „Das Papierhaus“. Carlos Maria Dominguez, geboren 1955 in Buenos Aires, gehört zu den […]

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Durchgelesen – „Die Gierigen“ v. Karine Tuil

Falsche Identität, besessene Liebe, soziale Macht, kompromissloser Erfolg, exzessive Leidenschaft und krankhafter Ehrgeiz bilden neben vielen anderen Themen das Zentrum in diesem herausragenden und äusserst imposanten Gesellschaftsroman von Karine Tuil, der durch seinen Originaltitel „L’invention de nos vies“ (frei übersetzt „Die Erfindung unserer Leben“) den Blick auf die Lebens-Findung bzw. Erfindung noch mehr lenkt, als […]

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Durchgelesen – „Ein Freund des Hauses“ v. Yves Ravey

Wie oft können festgefahrene und stark verankerte Vorurteile die klare Sicht auf die eigentlichen Probleme verdecken. Yves Ravey zeigt mit seinem aktuell erschienen Roman „Ein Freund des Hauses“ auf beeindruckend transparente und komprimiert puristische Weise, wie schnell doch diese vorurteilbelastete Blindheit erst die wirkliche Gefahr entstehen lassen kann. Yves Ravey, geboren 1953 in Besançon, ist […]

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Durchgelesen – „Das Glück, wie es hätte sein können“ v. Véronique Olmi

Wissen wir wirklich, wie sich Glück anfühlt? Vielleicht sehen wir unser Glück gar nicht, oder können es nicht sehen, weil wir in unserem Innersten so eingesperrt sind und gar nicht fähig sind, Glücksgefühle überhaupt zu verspüren. Doch grundsätzlich sollten wir Glück erfahren können und dürfen, obwohl das Leben natürlich auch aus Problemen, Verletzungen und Enttäuschungen, […]

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Durchgelesen – „Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau“ v. Dimitri Verhulst

Ist es erstrebenswert, aber vor allem auch realisierbar, eine unheilbare Krankheit, von der man bis jetzt noch verschont wurde, als seelischen Überlebenstrick für sich selbst zu wählen und diese Krankheit auch noch als Befreiungsmittel aus verschiedenen alltäglichen Zwängen einzusetzen? Diese Frage sollte man eigentlich sofort mit Nein beantworten. Auch wenn es noch so verrückt und […]

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Durchgelesen – „84 Charing Cross Road“ v. Helene Hanff

Bücher sind wahrlich gute Freunde, aber auch durch Bücher können wunderbare Freundschaften entstehen. Und dass dies über Kontinente hinweg auch funktionieren kann, zeigt uns auf äusserst zauberhafte Weise Helene Hanff mit ihrem Briefwechsel „84 Charing Cross Road“, der zum ersten Mal 1970 in New York erschienen ist und nun aktuell in der grandiosen Übersetzung von […]

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Durchgelesen – „Die Bibliothek des Monsieur Proust“ v. Anka Muhlstein

Lesen ist für viele Schriftsteller eine unabdingbare Voraussetzung für das Schreiben. Dies gilt auch für Marcel Proust, der sich ein Leben ohne Lesen und Bücher nicht im geringsten vorstellen konnte. Somit ist es nicht verwunderlich, dass auch Marcel Proust über eine umfangreiche Bibliothek verfügen musste. Es war eine besondere Bibliothek, denn jeder Leser hatte damals […]

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Durchgeblättert – „Über Max Ernst“ v. Jürgen Wilhelm

„Über Max Ernst“ ist keine neue Biographie über diesen berühmten und wichtigen Maler, Graphiker und Bildhauer. Es ist ein ganz besonderes, ja ein sehr persönliches Buch, durch welches der kunstinteressierte Leser zum ersten Mal aus ganz unterschiedlichen Perspektiven in Form von sehr kurzweiligen und äusserst interessanten Interviews mit Freunden, Verwandten und Weggefährten nicht nur das […]

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Durchgelesen – „Zorngebete“ v. Saphia Azzeddine

Fünf Jahre nach der sehr erfolgreichen Erstveröffentlichung in Frankreich unter dem Originaltitel « Confidences à Allah » wird nun erfreulicherweise diese provokant und tragikomische Emanzipationsgeschichte « Zorngebete » dank der grandiosen Übersetzung von Sabine Heymann endlich dem deutschsprachigen Leserpublikum präsentiert. Saphia Azzeddine, geboren 1979 in Agadir (Marokko), lebt seit ihrem 9. Lebensjahr in Frankreich (in […]

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Durchgelesen – „Die Rückkehr der Jungfrau Maria“ v. Bjarni Bjarnason

Glauben Sie an Wunder ? Wie auch immer Sie diese Frage beantworten werden, ob mit ja oder nein, Sie sollten sich keinesfalls diesen unglaublich schrägen und ja wahrlich wundersamen Roman von Bjarni Bjarnason entgehen lassen. Denn was könnte es Spannenderes und Verrückteres geben, als « Die Rückkehr der Jungfrau Maria » mitzuerleben! Bjarni Bjarnason wurde […]

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Durchgelesen – „Die Reisen mit meiner Tante“ v. Graham Greene

Graham Greene (1904 – 1991) zählt zu den wichtigsten englischen Schriftstellern der 20. Jahrhunderts. Geboren als Viertes von sechs Kindern waren die Kindheit und vor allem die Schulzeit  für ihn sehr schwierig, da sein Vater auch gleichzeitig der Schuldirektor war. Greene studierte Geschichte und musste bereits wegen seiner Vorliebe zu Russischem Roulette im Jugendalter in […]

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Durchgelesen – „Nachsaison“ v. Philippe Besson

Edward Hopper (1882 – 1967) gehört zu den bekanntesten Malern des amerikanischen Realismus. Berühmt durch seine Bilder, die den einzelnen Menschen in Hotels, Bars oder vor Hausfassaden darstellen, und vor allem durch sein ganz aussergewöhnliches « Licht » wird so manche zwar stille, aber trotzdem intensive « Betonung » dieser wahrlich einsamen Situtation meisterhaft herausgearbeitet. […]

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Durchgeblättert – „book shops“ v. Markus S. Braun

« Buchhandlungssterben » – ein Schlagwort, das man in der letzten Zeit immer wieder hört bzw. liest. Nicht nur die unabhängigen Buchhandlungen werden weniger auch die Ketten schliessen einige ihrer Filialen, denn der Internetbuchhandel nimmt dem örtlichen Buchhandel die Umsätze und somit die Kunden weg. Dies erweckt den Eindruck, dass der Buchkäufer immer phlegmatischer wird und lieber […]

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Durchgelesen – „Bücherwahn“ v. Gustave Flaubert

Gustave Flaubert, geboren am 12. Dezember 1821 in Rouen und gestorben am 8. Mai 1880 in Croisset, gehört zu den wichtigsten französischen Schrifstellern und Romanciers der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die literarischen Hauptmerkmale des flaubertschen Œuvre liegen in der ausgeprägten Tiefe seiner psychologischen Analysen im Bezug auf das Verhalten der einzelnen Menschen, aber auch […]

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