Kategorie: Bücher

Durchgelesen – „Das Glück, wie es hätte sein können“ v. Véronique Olmi

Wissen wir wirklich, wie sich Glück anfühlt? Vielleicht sehen wir unser Glück gar nicht, oder können es nicht sehen, weil wir in unserem Innersten so eingesperrt sind und gar nicht fähig sind, Glücksgefühle überhaupt zu verspüren. Doch grundsätzlich sollten wir Glück erfahren können und dürfen, obwohl das Leben natürlich auch aus Problemen, Verletzungen und Enttäuschungen,…

Durchgelesen – „Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau“ v. Dimitri Verhulst

Ist es erstrebenswert, aber vor allem auch realisierbar, eine unheilbare Krankheit, von der man bis jetzt noch verschont wurde, als seelischen Überlebenstrick für sich selbst zu wählen und diese Krankheit auch noch als Befreiungsmittel aus verschiedenen alltäglichen Zwängen einzusetzen? Diese Frage sollte man eigentlich sofort mit Nein beantworten. Auch wenn es noch so verrückt und…

Durchgelesen – „Susanna im Bade“ v. Wolfgang Herles

Karl Valentin hätte mit seinem sehr treffenden Zitat: „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“ keinen besseren Slogan für die Kunstszene finden können. Denn jeder, der nur im Entferntesten mit Kunst zu tun hat, sei es als bildender Künstler, oder auch als Kunstsammler und Galerist, weiss doch zu genau, wie viel „Arbeit“ sich nicht nur…

Durchgelesen – „84 Charing Cross Road“ v. Helene Hanff

Bücher sind wahrlich gute Freunde, aber auch durch Bücher können wunderbare Freundschaften entstehen. Und dass dies über Kontinente hinweg auch funktionieren kann, zeigt uns auf äusserst zauberhafte Weise Helene Hanff mit ihrem Briefwechsel „84 Charing Cross Road“, der zum ersten Mal 1970 in New York erschienen ist und nun aktuell in der grandiosen Übersetzung von…

Durchgelesen – „Blaubart“ v. Amélie Nothomb

Wer kennt es nicht das Märchen von Blaubart ? Charles Perrault (1628 – 1703) war der Erfinder dieses frauenmordenden Blaubarts. Ein Märchen, das für zahlreiche andere Werke adaptiert wurde, sei es Dramen, Filme, Opern, Illustrationen, Erzählungen und jetzt auch für einen Roman. Amélie Nothomb hat sich dieser Geschichte in besonderer Weise angenommen und wir dürfen…

Durchgelesen – „Autoportrait“ v. Édouard Levé

Kennen Sie, verehrter Leser, den Unterschied zwischen einer Autobiographie und einem Autoportrait ? Eigentlich wäre es ganz einfach, denn eine Autobiographie ist die Beschreibung der eigenen Lebensgeschichte und gehört zu der literarischen Form, bei der Autor, Erzähler und der Haupt-Protagonist die gleiche Identität haben. Ein Autoportrait – man könnte auch Selbstporträt sagen – ist die…

Durchgelesen – „Hector fängt ein neues Leben an“ v. François Lelord

Wer träumt nicht davon – gerade am Anfang eines neuen Jahres – endlich ein neues Leben anzufangen. Doch, was bedeutet dies eigentlich genau, ein neues Leben. Werfen wir das Alte einfach weg, wie einen verfaulten Apfel, oder wollen wir doch nur einige Aspekte des bisherigen Lebens verändern !? Diese Frage stellen sich viele Menschen Jahr…

Durchgelesen – „Die Bibliothek des Monsieur Proust“ v. Anka Muhlstein

Lesen ist für viele Schriftsteller eine unabdingbare Voraussetzung für das Schreiben. Dies gilt auch für Marcel Proust, der sich ein Leben ohne Lesen und Bücher nicht im geringsten vorstellen konnte. Somit ist es nicht verwunderlich, dass auch Marcel Proust über eine umfangreiche Bibliothek verfügen musste. Es war eine besondere Bibliothek, denn jeder Leser hatte damals…

Durchgeblättert – „Über Max Ernst“ v. Jürgen Wilhelm

„Über Max Ernst“ ist keine neue Biographie über diesen berühmten und wichtigen Maler, Graphiker und Bildhauer. Es ist ein ganz besonderes, ja ein sehr persönliches Buch, durch welches der kunstinteressierte Leser zum ersten Mal aus ganz unterschiedlichen Perspektiven in Form von sehr kurzweiligen und äusserst interessanten Interviews mit Freunden, Verwandten und Weggefährten nicht nur das…

Durchgelesen – „Doktor Glas“ v. Hjalmar Söderberg

Kann ein Mord jemals gerechtfertigt sein? Vor allem dann, wenn es um sexuelle Freiheit und Moral, oder sollte man eher sagen um Doppelmoral geht. Falls Sie, verehrter Leser, jetzt Neugierig werden sollten, dann hat dies ihre absolute Berechtigung. Denn der vorliegende Roman ist ein ganz besonderes Buch, ein „Kriminalroman“ der Extraklasse, der ganz ohne Kommissar…

Durchgelesen – „Zorngebete“ v. Saphia Azzeddine

Fünf Jahre nach der sehr erfolgreichen Erstveröffentlichung in Frankreich unter dem Originaltitel « Confidences à Allah » wird nun erfreulicherweise diese provokant und tragikomische Emanzipationsgeschichte « Zorngebete » dank der grandiosen Übersetzung von Sabine Heymann endlich dem deutschsprachigen Leserpublikum präsentiert. Saphia Azzeddine, geboren 1979 in Agadir (Marokko), lebt seit ihrem 9. Lebensjahr in Frankreich (in…

Durchgeblättert – „Egon Schiele – Ein exzessives Leben“ v. Xavier Coste

Egon Schiele (12. Juni 1890 – 31. Oktober 1918) gehört zu den bedeutendsten Malern des Expressionismus und ist einer der wichtigsten Vertreter der Wiener Moderne. Bereits mit 16 Jahren wurde er an der Wiener Akademie der Bildenden Künste aufgenommen, an der er jedoch nur zwei Jahre blieb, da er sich durch den Akademiealltag viel zu…

Durchgelesen – „Monsieur Bougran in Pension“ v. J.-K. Huysmans

Joris-Karl Huysmans wurde am 5. Februar 1848 in Paris geboren. Er war der Sohn eines holländischen Lithographen. Er verbrachte seine Schulzeit in einem Internat bis zu seinem Abitur. 1866 nahm er nach seiner schulischen Ausbildung einen Posten als mittlerer Angestellter im französischen Innenministerium an. Doch neben dieser Tätigkeit widmete sich Huysmans auch der Schriftstellerei. Er…

Durchgelesen – „Soutines letzte Fahrt“ v. Ralph Dutli

Kennen Sie Chaim Soutine, den weissrussischen Maler jüdischer Abstammung, den Zeigenossen Chagalls, der gute Freund von Modigliani… ? Falls nicht, sollten Sie spätestens jetzt zu dem fantastischen Erstlingsroman von Ralph Dutli greifen und sich mit ihm auf die « letzte Fahrt » von Soutine begeben. Chaim Soutine wurde in einem kleinen Dorf in der Nähe…

Durchgelesen – „Die Rückkehr der Jungfrau Maria“ v. Bjarni Bjarnason

Glauben Sie an Wunder ? Wie auch immer Sie diese Frage beantworten werden, ob mit ja oder nein, Sie sollten sich keinesfalls diesen unglaublich schrägen und ja wahrlich wundersamen Roman von Bjarni Bjarnason entgehen lassen. Denn was könnte es Spannenderes und Verrückteres geben, als « Die Rückkehr der Jungfrau Maria » mitzuerleben! Bjarni Bjarnason wurde…

Durchgelesen – „Die Reisen mit meiner Tante“ v. Graham Greene

Graham Greene (1904 – 1991) zählt zu den wichtigsten englischen Schriftstellern der 20. Jahrhunderts. Geboren als Viertes von sechs Kindern waren die Kindheit und vor allem die Schulzeit  für ihn sehr schwierig, da sein Vater auch gleichzeitig der Schuldirektor war. Greene studierte Geschichte und musste bereits wegen seiner Vorliebe zu Russischem Roulette im Jugendalter in…

Durchgeblättert – „Die Nachtbibliothek“ v. Audrey Niffenegger

Wäre es nicht ein Traum als Bibliothekar in seiner eigenen Privatbibliothek zu arbeiten ? Vielleicht ist es gar kein « Traum » mehr, sondern bereits Realität und man hat ganz unbewusst diesen aufregenden « Beruf » erwählt durch all die vielen gelesenen Bücher, die inzwischen einen wichtigen Platz in unserem Leben eingenommen haben. Und genau…

Durchgelesen – „Nachsaison“ v. Philippe Besson

Edward Hopper (1882 – 1967) gehört zu den bekanntesten Malern des amerikanischen Realismus. Berühmt durch seine Bilder, die den einzelnen Menschen in Hotels, Bars oder vor Hausfassaden darstellen, und vor allem durch sein ganz aussergewöhnliches « Licht » wird so manche zwar stille, aber trotzdem intensive « Betonung » dieser wahrlich einsamen Situtation meisterhaft herausgearbeitet.…

Durchgeblättert – „book shops“ v. Markus S. Braun

« Buchhandlungssterben » – ein Schlagwort, das man in der letzten Zeit immer wieder hört bzw. liest. Nicht nur die unabhängigen Buchhandlungen werden weniger auch die Ketten schliessen einige ihrer Filialen, denn der Internetbuchhandel nimmt dem örtlichen Buchhandel die Umsätze und somit die Kunden weg. Dies erweckt den Eindruck, dass der Buchkäufer immer phlegmatischer wird und lieber…

Durchgelesen – „Bücherwahn“ v. Gustave Flaubert

Gustave Flaubert, geboren am 12. Dezember 1821 in Rouen und gestorben am 8. Mai 1880 in Croisset, gehört zu den wichtigsten französischen Schrifstellern und Romanciers der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die literarischen Hauptmerkmale des flaubertschen Œuvre liegen in der ausgeprägten Tiefe seiner psychologischen Analysen im Bezug auf das Verhalten der einzelnen Menschen, aber auch…

Durchgelesen – „Ein Tag zu lang“ v. Marie NDiaye

Planung ist das halbe Leben. Dies ist nicht nur eine leere Floskel, sondern diese Einstellung wird auch sehr oft umgesetzt. Und was plant der Mensch am Liebsten, genau seinen Urlaub. Alles wird organisiert, der Ankunftstag, die Uhrzeit und natürlich auch der Abreisetag. Doch was passiert, wenn man spontan seinen Urlaub um einen Tag verlängert ?…

Durchgeblättert – „Marcel Proust“ v. Patricia Mante-Proust u. Mireille Naturel

« Um Proust wirklich Tribut zu zollen, müssen wir unsere Welt mit seinen Augen betrachten, nicht seine Welt mit unseren Augen. » So schreibt Alain de Botton in seinem Buch « Wie Proust ihr Leben verändern kann » und damit hat er in vieler Hinsicht Recht. Damit wir diese proustsche Welt vielleicht noch etwas besser…

Durchgelesen – „Versuch über den Stillen Ort“ v. Peter Handke

Ein klein wenig verunsichert betrachtet man den Titel dieses Buches, wundert sich über die Rechtschreibung und fragt sich ganz vorsichtig, warum das Adjektiv « still » in diesem Fall gross geschrieben wird ? Das lässt sich schnell erklären : stille Orte – man beachte die Kleinschreibung – sind Orte, an denen es in der Regel…

Durchgeblättert – „Vom Glück mit Büchern zu leben“ v. Stefanie von Wietersheim

Mit Büchern zu leben, sollte Glück bedeuten, oder Glück verströmen. Auch dann wenn wir oft über Platz- und Zeitmangel in Punkto Büchern sprechen, ist es doch ein unbeschreiblich schönes Gefühl, umgeben von Büchern sein Leben gestalten und geniessen zu können. Und genau diesem Gefühl sind Stefanie von Wietersheim und Claudia von Boch nachgegangen, in dem…

Durchgelesen – „Ein besonderer Junge“ v. Philippe Grimbert

Das Adjektiv « besondere » kann viele Bedeutungen haben, sowohl negative, als auch positive. Was heisst es nun wirklich ein « besonderer Junge » zu sein : abgesondert, eigen, oder doch eher aussergewöhnlich, bemerkenswert oder vielleicht sogar auch herausragend, überragend, ja quasi exzellent. All diese Synomyme lassen sich für das Wort « besondere » einsetzen,…

Durchgeblättert – „Die beste Buchhandlung der Welt“

Kennen Sie Ihre ganz persönlich beste Buchhandlung der Welt ? Was unterscheidet die Lieblingsbuchhandlung von anderen Buchhandlungen ? Fragen über Fragen, die jeder Leser und Buchkäufer ganz für sich selbst beantworten kann. Doch eine Frage bleibt unbeantwortet und könnte den Leser bestimmt interessieren: wo kaufen eigentlich Schriftsteller ihre Bücher ? Endlich nehmen Autoren ihre Leser…

Durchgelesen – „Paris. Eine Liebe“ v. Urs Faes

Paris, bekannt und oft erwähnt als Stadt der Liebe, werden wir hier nicht nur als Schauplatz, ja sondern auch als Protagonistin erleben können, die anderen Menschen einen Raum bietet, die gegenwärtige Wirklichkeit mit der Vergangenen zu vergleichen, zu vermischen und neu zu entdecken. Urs Faes (geboren am 13. Februar 1947 in Aarau) wuchs im Suhrental…

Durchgelesen – „Aus den Fugen“ v. Alain Claude Sulzer

Das Leben geht oft seltsame Wege. Es kreuzen sich Schicksale, Menschen kommen von ihrem eingeschlagenen Kurs ab und befreien sich von praktischen und emotionalen Fesseln. In dem aktuell veröffentlichten Roman « Aus den Fugen » von Alain Claude Sulzer lernen wir gleich verschiedene Personen kennen, deren Leben im wahrsten Sinne des Wortes « aus den…