Durchgelesen – „Du liebst mich, du liebst mich nicht“ v. Jonathan Lethem

Jonathan Lethem gehört zu den wichtigsten amerikanischen Gegenwartsautoren und hat mit seinem Buch „Du liebst mich, du liebst mich nicht“, eine amerikanische Variante des Sommernachtstraums geliefert. Ein total verrücktes und groovendes Buch!

Der erste Satz des Romans: „Sie trafen sich im Museum, um Schluss zu machen.“

Lucinda hat ihren Job in einem Coffee-Shop gekündigt und verbringt mehrer Stunden täglich bei einer Nörgel-Hotline (Teil eines avangardistischen Kunstprojekts), anonymen Anrufern zuzuhören. Daneben spielt sie Bass in einer Band, deren verwirrter Leadsänger Matthew – er arbeitet im Zoo – ein depressives Känguru entführt hat. Bedwin, der geniale Texter der Band, hat eine Schreibblockade, doch Lucianda kann ihn mit einigen philosophischen Aussagen eines Dauer-Nörgels (Carl), in den sie sich auch noch unsterblich verliebt, versorgen. Durch diese vertonten Texte, sprich genialen Songs, steht die Band kurz vor ihrem totalen Durchbruch, nur der Nörgler macht ihnen einen Strich durch die Rechnung, was fatale Folgen hat. Doch es kommt letztendlich zu einem wunderbaren Happy-End!

Die Handlung dieses Buches dreht sich um Kunst, Musik, Sex und Alkohol, und das in einer Geschwindigkeit und einem Rythmus, die den Leser total in Bann zieht. Es ist eine romantische Farce und sie beschreibt die Widersprüchlichkeiten der Liebe, die sich zwischen den Mitgliedern einer aufstrebenden Rockband aus Los Angeles abspielen. Es geht um geistiges Eigentum und seelische Abhängigkeit. Shakespeare lässt grüssen!

Der letzte Satz des Romans: „Es gibt keine Tiefe ohne Oberfläche.“

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