Durchgelesen – „Die Frau in der hinteren Reihe“ v. Françoise Dorner

Ein wunderbares Buch über die besondere Kunst einer Frau, ihren Mann auf ganz aussergewöhnliche Art und Weise zu verführen.

Nina und ihr Mann besitzen in Paris einen Zeitungskiosk und müssen deshalb täglich sehr früh aufstehen. Um drei vor fünf morgens klingelt der Wecker, damit auch noch in drei Minuten die ehelichen Pflichten absolviert werden können, denn ab fünf Uhr  wartet schon der Zeitungsgrosshändler. Der Alltagstrott begleitet sie seit Jahren und ihre Ehe leider darunter immer mehr. Eine insgesamt unbefriedigende Situation, vor allem  für Nina.

Wo sind die Abenteuer, die die Zeitschriften versprechen, welche Nina täglich verkauft? Sie führt ein glanzloses Leben und das muss sich ändern. Sie lernt einen interessanten Mann kennen, der ihre weiblichen Fähigkeiten ganz neu wiederentdeckt. Und ab diesem Zeitpunkt entschliesst sich Nina, ihren Ehemann zu verführen, den sie immer noch liebt.

Sie macht sich schön, verkleidet sich und trifft im Kino ihren Mann wieder, der sich in eine fremde Frau verliebt, die genau einige Reihen hinter ihm während der Vorstellung sitzt. Jedoch ohne zu wissen oder nur zu erahnen, dass dies seine eigene Frau ist. Und das ist der Beginn einer „fatalen“ Liebesgeschichte….

„Eine Hymne auf die Sinnlichkeit der Frauen“, so schreibt die Zeitschrift Lire. In Frankreich wurde der Roman gleich nach Erscheinen im Jahr 2004 dann auch mit dem Prix Goncourt du Premier Roman ausgezeichnet. Ein amüsantes, aber auch kluges Buch voller Leidenschaft, Träume und Liebe.

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