Durchgelesen – „Mein Leben mit Sartre“ v. Liliane Siegel

Ein ganz besonderes Buch, vor allem, wenn man sich für Sartre als Person, Mann und Autor interessiert, eine Biographie der besonderen Art. Liliane Siegel, entstammt einer jüdischen Familie, die sich während der deutschen Besatzung in Paris verstecken musste.

1960 liest sie während einer depressiven Phase Sartre, unter anderem den Satz “ Versucht nicht, eurem Unheil zu entweichen, findet seine Ursachen und zerschlagt sie“, und schreibt daraufhin Sartre einen Brief. Dies ist dann der Auftakt einer lebenslagen Freundschaft, die er vor all seinen anderen Frauen geheim hält, nur Simone de Beauvoir wusste davon. Erst nach zehn Jahren bekennt er sich zu ihr und macht sie zur Mitredakteurin seiner legendären Zeitschrift „La Cause du Peuple“.

Das Buch ist ein sehr persönlicher Bericht Liliane Siegels, die es Sartre verdankt, ihre traumatischen Kindheitserfahrungen zu überwinden. Es ist ein sehr persönliches Dokument, das dem Bild des politisch engagierten Schriftstellers eine sehr menschliche Facette hinzufügt.

Ein kleines feines Buch, sehr emotional und bewegend!

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