Durchgelesen – „Mord auf ffolkes Manor“, „Ein stilvoller Mord“ u. „Und dann gab’s keinen mehr“ v. Gilbert Adair

Eine echte Entdeckung sind die drei aufeinander folgenden Bände „Mord auf ffolkes Manor“, „Ein stilvoller Mord“ in Elstree“ und „Und dann gab’s keinen mehr“ von Gilbert Adair. Er bezeichnet jeden Einzelnen selbst als „eine Art Kriminalroman“.

Der erste Fall „Mord auf ffolkes Manor“ spielt an Weihnachten 1935. Bei einem Abendessen im Hause des Colonel Roger ffolkes treffen sich nicht nur Freunde, sondern es gibt auch eine Leiche im Dachzimmer, das von innen verschlossen war. Ein mysteriöser Fall, doch glücklicher Weise ist unter den Gästen die berühmte Krimiautorin Evadne Mount. Die ganze Angelegenheit könnte man auch in einem ihrer Krimis lesen, und somit ist sie gefragt.

Der zweite Fall „Ein stilvoller Mord in Elstree“ spielt gut 10 Jahre später, 1946. Hier ist Evadne Mount gefordert. Denn ihre beste Freundin, die Schauspielerin Cora Rutherford, wird vor laufender Kamera, während eines Filmdrehs vergiftet. Ein sehr verzwickter Fall, der bis zum Schluss sehr rätselhaft und fast unlösbar bleibt.

Und der dritte und letzte Fall „Und dann gab’s keinen mehr“ spielt im Jahr 2011. Der gefeierte Schriftsteller und Störenfried Gustav Slavorigin wird auf dem Gelände des Sherlock-Holmes-Festival in Meiringen (Schweiz) ermordet aufgefunden. Da auf Slavorigin auch noch ein Kopfgeld von 100 Millionen Dollar ausgesetzt war, erscheinen alle Anwesenden des Festivals verdächtig zu sein. Ja und Evadne Mount versucht alles um diesen Fall zu lösen, aber es kommt ihr ein absolut unerwarteter Partner zu Hilfe, der dem Fall zu einer äusserst überraschenden Wendung verhilft. Der letzte Band und auch sein Titel sind ein klarer Hinweis, dass Gilbert Adair keinen Krimi mehr schreibt. Zumindest bis jetzt. Selten kann man so intellektuelle, kurzweilige, verrückte und sprachlich äusserst anspruchsvolle Krimis lesen. Sie sind eine Art Krimi im Stile von Agatha Christie. Das Ganze ist eine sehr spannende, aber amüsante Hommage an die Zeit der englischen Kriminalromane. Die Handlungen sind so konstruiert, dass sie fast schon wieder perfekt sind und die Sprache ist wirklich ein grosses Vergnügen.

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: