Durchgelesen – „Saubere Verhältnisse“ von Marie Hermanson

Die schwedische Autorin Marie Hermanson ist für mich ein Geheimtipp! Mit ihrem Roman „Saubere Verhältnisse“ spürt sie menschliche psychologische Abgründe auf in einer so unglaublich spannenden und atemberaubenden Weise, das man als Leser dieses Buch nicht mehr bis zum Ende aus der Hand legen kann.

Es geht hier um eine erfolgreiche Chefin (Yvonne Gärstrand) einer Firma für Zeitmanagement, die einerseits alles erreicht hat und sehr erfolgreich ist, aber andererseits irgendwie zu viel Zeit hat, und sich somit für fremde Häuser in fremden Gegenden interessiert. Es zieht sie in den Vorort, in eine bestimmte Strasse, in den Orchideenweg. Sie geht spazieren, interessiert sich für die Bewohner, aber sie bleiben ihr fremd, bis zu dem Zeitpunkt, als im Orchideenweg 9 eine Putzfrau gesucht wird. Sie bewirbt sich und tritt als Nora Brick den Dienst als Putzfrau im Haus von Bernhard Ekberg an. Er lebt scheints allein, es fehlt im eine Hausfrau und schon beginnt die Reise in psychologische Tiefen. Wo ist eigentlich seine Frau, wer ist die geheimnisvolle Schöne auf einem Foto, das sie in Herrn Ekbergs Jackentasche findet?

Der Leser wird nach einem sehr kurzen Vorspiel in einen ungewöhnlichen Bann gezogen, der ihn auch nicht mehr loslässt. Eine Spannung, eine im ersten Augenblick so unglaubwürdige Geschichte, vor allem ab dem Zeitpunkt, als sich Nora alias Yvonne auch noch in Bernhard verliebt. Man muss weiter lesen, und kann es nicht glauben, was alles noch passiert, und ganz zum Schluss gibt es auch noch ein Ende, mit dem – meiner Empfinden nach – keiner gerechnet hat.

Kurzum ein wirklich sehr kluges, spannendes Buch, ein „page-turner“ bis zur letzten Seite, und am Ende bleibt man nur noch sprachlos zurück!

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